„Sinnbild“ – Fragen des Seins

Autor: Alexander Wolf | Titel: Sinnbild
Verlag: BoD | Seiten: 248
Preis: 8,99 € als Taschenbuch, 1,49 € als eBook

Alexander Wolf fragte mich, ob ich sein Buch gerne rezensieren würde. Sinnbild ist seine erste Veröffentlichung und im Self-Publishing-Verlag „Books on Demand“ erschienen. Vielen Dank für die Bereitstellung des Taschenbuches, welche meine persönliche Meinung in keinster Weise beeinflusst hat.

Klappentext

Michael ist Anfang 40 und steckt mitten in der Midlife-Crisis. Obwohl er eine gesicherte Existenz hat, voll im Berufsleben steht und mehr besitzt als er zum Leben braucht, verirrt er sich immer mehr in einem Gedankenchaos. Getrieben von Langeweile, Unzufriedenheit und der Monotonie des Alltags, flüchtet er in die Arme einer Prostituierten. Geplagt von Albträumen und dem schlechten Gewissen gegenüber seiner Frau, stürzt er in eine tiefe Sinnkrise. Nicht ahnend, dass seine Frau ebenfalls das Neue sucht. Bis zu dem Tag, als seine Ehefrau spurlos verschwindet und er von einem unbekannten Telefonanrufer terrorisiert wird.

Ein Buch über den Wahnsinn des Lebens und den Sinn der Endlichkeit. Das Erkennen des Glücks, das Finden der Zufriedenheit und der Wertschätzung der Langeweile.
Und sind wir uns dessen bewusst, dass nur die Vergangenheit bestand hat, wenn einem alles genommen wurde?

Inhalt

Michael, ein attraktiver Mit-Vierziger mit dem perfekten Leben, sprich einer attraktiven Frau die ihn liebt, einem tollen Sohn, einem guten Job und allem was man einem perfekten Leben noch so zuschreibt. Von außen ist es perfekt, aber was steckt hinter Fassade wenn man zum Beispiel jeden Morgen auf dem örtlichen Parkplatz mit den Herzchen-Wohnwagen und schummriger, roter Beleuchtung, vorbei fährt und irgendwann diesen Service ausprobiert…

Cover

Auf dem Cover sehen wir ein Portrait eines Mannes. Das Portrait ist nur schemenhaft in schwarz-weiss und von der Seite dargestellt. Ein Schwarm Vögel fliegen aus dem Kopf des Mannes und machen deutlich das irgendetwas mit ihm nicht stimmt, ebenso scheint der Blick total abwesend und in sich gekehrt zu sein.

Bewertung

Alexander Wolf zeigt uns in „Sinnbild“ absolut nachvollziehbare Charaktere die innerhalb der Geschichte erst einmal klar umrissen werden. Es gibt 2 Hauptpersonen, von denen wir zuerst Michael und seine Gedankenwelt kennenlernen, und dann Ophelia, seine Frau. Beide sind glaubwürdig dargestellt und man kann das Denken beider Personen sehr gut nachvollziehen. Wie es Michael in die Depression zieht ist für mich glaubwürdig und auch nachvollziehbar, aber ich kann selbst nicht sagen ob es so richtig ist, oder nicht. Für mich ist es vorstellbar das es so anfangen kann.

Die Story wechselt zwischen der Perspektiven von Michael und Ophelia hin und her, man lernt beide gut kennen und die verschiedenen Perspektiven ergänzen sich sehr gut und verdeutlichen die Ängste und Sorgen beider Parteien. Dann gibt es noch die Perspektive des „Erzählers“ in einigen Kapiteln die Dinge einführt oder von einem Ort zum anderen führt wo die Handlung weiter geht. Mir gefällt auch, das die Handlung überall in jeglicher Kleinstadt, Stadt oder Großstadt spielen könnte. Es werden mit Absicht keine Ortsnamen oder Straßennamen genannt, da diese die Story in keinster Weise voranbringen würden.

Der Erstling macht Lust auf einen zweiten Teil, um offene Fragen aus diesem Roman zu klären und ich möchte wissen wie es mit Michael und Ophelia weiter geht. Was macht die Depression mit Michael? Was passiert mit Ophelia? Wie entwickelt sich die Beziehung der beiden weiter? Ich stelle hier mit Absicht keine Spoiler hinein da es das Lesevergnügen für euch doch sehr reduzieren würde zu wissen was mich noch interessiert und welche Vermutungen ich noch habe.

Fazit: Psychisch harte Story die Fragen für den zweiten Teil offen lässt. Leseempfehlung!

Bewertung: 
Sinnbild ist vor kurzem bei BoD erschienen, und ist mittlerweile auch online in den entsprechenden Shops erhältlich.

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