„Sag Onkel“ – Was ist der Onkel?

Autor: Greg F. Gifune | Titel: Sag Onkel
Verlag: Festa | Seiten: 196
Preis: 4,99 € als eBook

Dieses Buch wird als gedruckte Variante für recht hohe Preise gehandelt. Schon lange „Out of Print“ und nicht mehr verfügbar zum Kauf bekommt man es nur noch gebraucht ab und an auf ebay oder in den entsprechenden Foren und Facebook-Gruppen. Es wird überall als Top-Buch gehandelt und beschrieben, was ich von dem ganzen Hype um „Sag Onkel“ halte lest ihr hier.

Klappentext

Andy und Angela wurden von ihrem Onkel immer vor allem Übel dieser Welt beschützt. Onkel war ein guter Mensch. Onkel half den Kindern. Onkel wusste immer, was zu tun war.
Doch als sie älter werden, ist es für die beiden sehr schmerzhaft, zu verstehen, dass Onkel selbst böse sein muss, um das Böse zu bekämpfen …

Inhalt

Andy und Angela wohnen mit ihrer Mutter und ihrem gewalttätigen Vater in einem kleinen Haus in einer typischen, amerikanischen Kleinstadt. Ihr Onkel ist für die zwei Kids eine weiter männliche Vorbild-Figur und Quelle jeglicher Hilfe die sie brauchen. Als ihr Vater mal wieder ihre Mutter verprügelt fasst sich Andy ein Herz und ruft Onkel zur Hilfe…

Cover

Das Cover zeigt für mich eine alte Puppe, genauer gesagt einen Ausschnitt aus dem Gesicht einer alten Puppe. So richtig passt es für mich nicht zur Story, doch auffällig im Regal ist es doch.

Bewertung

Greg F. Gifune schreibt seit 2001 Psychothriller und „Sag Onkel“ ist eines seiner ersten Bücher. In Deutschland wurde es recht spät veröffentlicht. Im Festa-Verlag sowie im Luzifer Verlag und bei Voodoo Press sind einige seiner Werke in der deutschen Übersetzung erschienen.

„Sag Onkel“, ich weiß nicht so recht was ich von diesem Buch halten soll. Es ist in vielen Belangen anders als die anderen Bücher die ich bisher gelesen habe. Gifune springt hier munter zwischen Gegenwart, Vergangenheit, Träumereien und Tagebuch-Einträgen hin und her. Demnach ist es nicht so ganz einfach zu lesen und man kann nicht immer alles direkt zuordnen was man hier liest. Die Story an sich ist interessant, man darf am Seelenleben von Andy teilhaben, was er sich über Onkel denkt, wie unsicher er ist was sein Onkel wirklich ist und was er tut wenn er nicht bei den Kindern ist. Er bekommt ein Gespräch mit, in dem seine Mutter etwas fordert auf Geheiß des Onkels, und wird durch dieses verstört. Was er daraus macht und welche Schlüsse er aus diesem zieht ist für mich Hauptthema des Buches.

Später ziehen beide Kinder weg, und leben ihr Leben. Als Onkel ermordet wird, kommt Andy zurück in seine Heimat und seine Vergangenheit holt ihn ein. Was er erlebt, wie sich alles verändert hat, was ihm Onkel wirklich bedeutet hat, wird ihm langsam klar. Allerdings ebenso was Onkel wirklich dargestellt hat.

Ich habe recht lang für dieses Buch gebraucht da ich es recht schwer zum lesen finde und man es nicht einfach nur „verschlingen“ kann durch die ganzen Zeitsprünge und verschiedenen Handlungsstränge in verschiedenen Zeiten. Das tut dem Buch aber keinen Abbruch, sondern macht es irgendwo interessant. Das Ende war für mich allerdings recht unbefriedigend da es doch noch Fragen offen lässt, aber lest selbst und bildet euch eure Meinung.

Fazit: Psychologischer Horror der sich viel im Kopf des Lesers abspielt.

Bewertung: 
„Sag Onkel“ ist OOP und nur noch online als eBook erhältlich.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.