„Der Satyr“ – Sagengestalt in modernem Gewand

 

Autor: Brian Keene | Titel: Der Satyr
Verlag: Festa | Seiten: 412
Preis: 13,99 als Paperback, 4,99 € als eBook

Der neueste Keene aus dem Festa-Verlag ist bereits 2006 in den USA erschienen und nun endlich auch für die deutschen Leser zu haben. Nachdem ich Leichenfresser gelesen hatte, habe ich mich auf das Buch gefreut, vor allem durch das Cover!

Klappentext

Die Ehe des Schriftstellers Adam Senft kriselt. Seine einzige Freude ist die Verbundenheit mit seinem Hund Big Steve. Als die beiden durch die heimischen Wälder von York County streifen, bietet sich ihnen ein seltsamer Anblick: eine Frau, die Fellatio an der Statue eines Satyrs vollführt …
Adam hatte die Gerüchte gehört, dass der Wald von etwas Unheimlichem heimgesucht wird. Nur geglaubt hatte er das nie. Doch jetzt sieht er mit eigenen Augen, wie die Statue zum Leben erwacht.
Und bald lockt der Satyr mit seinem hypnotischen Flötenspiel weitere Frauen zu sich in den Wald …

Horrormeister Brian Keene verbindet in diesem Thriller klassische Mythologie mit den modernen Schrecken Amerikas.

The Horror Review: »Keenes Name sollte in einem Atemzug mit King, Koontz und Barker genannt werden. Ohne Zweifel ist er einer der besten Horrorautoren die es gibt.«

Inhalt

Adam Senft, der ortsansässige Krimi-Autor geht eines morgens mit seinem Hund spazieren, nichts ahnend geht es wie immer durch den Wald in der Nähe von seinem Haus. Er kann seinen Augen kaum trauen als er die attraktive Nachbarin beim Fellatio mit einer pelzigen Gestalt mit Ziegenfüßen sieht. Zudem hört er Musik einer Panflöte. Er kann es sich nicht erklären und sein Hund spielt außerdem verrückt und hat Panik vor dieser Gestalt. Zuerst will ihm niemand glauben…

Cover

Auf dem Cover sieht man eine Ziegenähnliche Gestalt die in einem Fluss aus Blut hockt, umgeben von einem dunklen Wald. Nach Lesen der Story ist dieses Motiv gut gewählt. Im Laden würde mich das Motiv neugierig machen.

Bewertung

Hier die Beschreibung was ein Satyr ist von Wikipedia: Ein Satyr (altgriechisch Σάτυρος Sátyros, Plural Σάτυροι Sátyroi, lateinisch Satur, Saturus) oder Silen (Σιληνός, Σειληνός Silēnós, Seilēnós, Plural Σιληνοί, Σειληνοί Silēnói, Seilēnói, dorisch Σιλανός Silanós, lateinisch Silenus, Silanus) ist in der griechischen Mythologie ein Dämon im Gefolge des Dionysos. Satyrn gehören zu den Mischwesen der griechischen Mythologie. Sie treten relativ spät erst am Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. auf; als Einzelfigur hebt sich vor allem Silenos ab. Man unterscheidet die Silene (Silenoi, ältere Satyrn mit dicken Bäuchen und Glatze) und Satyrisken (Satyriskoi, jugendliche und kindliche Satyrn), wobei in der bildlichen Darstellung häufig nicht eindeutig unterschieden werden kann. Von römischen Dichtern werden sie mit den Faunen identifiziert.

Soweit dazu was ein Satyr ist. Brian Keene liefert hier wieder einen Horror-Roman der alten Schule wie ich sie damals von King etc. gewohnt bin ab. Er eröffnet mit einer seltsamen Szene die auf die Story einstimmen soll, und baut dann nach und nach die Spannung auf, führt die Charaktere ein und lässt uns in die Welt eintauchen dier er dort webt. Alles spielt sich im selben Ort, in derselben Straße quasi ab, so was man die Charaktere gut kennenlernt, wer sie sind, ihre Ängste und Geheimnisse. Stellenweise habe ich mich fast an Stephen King’s „IT“ erinnert gefühlt.

Die Story braucht in meinen Augen einen Ticken zu lange um Fahrt aufzunehmen, da am Anfang einfach nicht all zu viel passiert und es nur um die Charaktere geht. Wenn man sich aber einmal auf die Story eingelassen hat, und den Stil von Keene mag, bekommt man eine ausgefeilte Story zu lesen, die am Ende mit einem Knall endet und hier auch wieder Parallelen zu „IT“ aufkommen lässt. Die Gruppe bestehend aus Freunden gegen ein mythisches Monster. Dann haben wir noch, wie soll es auch anders sein, alte bzw. volkstümliche Zauberei im Buch was anhand der Story und der Monsters aber klar sein sollte.

Alles in allem war es ein gutes Buch, wobei es leider mit dem Reinkommen etwas gedauert hat durch den sehr langen Aufbau der Story sowie die Einführung der Freundesgruppe. Das Ende habe ich dann doch sehr schnell verschlungen und viel zu lange gelesen. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch für Einsteige in diese Art der Literatur das es zu den „zahmen“ Büchern aus dem Verlag gehört.

Fazit: Atmosphärische Horror-Story mit ein paar Längen im Spannungsaufbau.

Bewertung: 
Das Buch bekommt ihr bei allen Buchhändlern, online und direkt bei Festa.

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