„Dahmer ist nicht tot“ – Oder doch? Oder nicht?

Autor: Edward Lee & Elizabeth Steffen | Titel: Dahmer ist nicht tot
Verlag: Festa| Seiten: 352
Preis: 13,99 € als Taschenbuch, 4,99 € als eBook

Jeffrey Dahmer war ein realer Serienkiller in den USA, der nach seiner Gefangennahme im Gefängnis von einem Mithäftling erschlagen wurde. Er gestand 16 von 17 im vorgeworfenen Morden und starb im Alter von 34 Jahren am 28.11.1994 in Portage, Wisconsin. (https://de.wikipedia.org/wiki/Jeffrey_Dahmer)
Die Story in diesem Roman setzt quasi zu dem Zeitpunkt ein, an dem Dahmer im Gefängnis erschlagen wurde und spinnt die Handlung alternativ fort.

Klappentext

Hat Dahmer seinen eigenen Tod nur vorgetäuscht?

Im Juli 1991 fasste die amerikanische Polizei einen der teuflischsten Serienmörder der Geschichte – den Kannibalen Jeffrey Dahmer. Drei Jahre später wurde er im Gefängnis von einem anderen Insassen erschlagen …
Doch kurz nach dem Begräbnis beginnt eine weitere kannibalistische Mordserie. Fingerabdrücke, DNA und modus operandi – alle Spuren führen zu Dahmer.
Die Ermittlerin Helen Closs ist sich sicher, dass es sich um einen perversen Nachahmer handelt … bis in der Nacht ihr Handy klingelt und Jeffrey Dahmer selbst mit ihr redet.

Eine fein geschliffene Geschichte. Edward Lee und die Serienkillerexpertin Elizabeth Steffen sind auf Augenhöhe mit den besten Kriminalschriftstellern. Gruselig und intelligent … so wie Jeffrey Dahmer selbst.

Inhalt

Helen Closs ist der beste Detective ihres Departements und durch ihre Aufklärungsrate eine Koriphäe in ihrer Stadt. Ihr wird an einem Morgen mitgeteilt, das Dahmer im Gefängnis erschlagen wurde. Doch dann wird sie zu einem Mord gerufen, der die Handschrift des verurteilten Dahmers trägt und sie gerät ins Zweifeln. Ist Dahmer wirklich tot, oder ist er mit Hilfe von anderen aus dem Knast geflohen und mordet weiter?

Cover

Das Cover ist passend zu einem Thriller gewählt, nicht zu brutal, aber doch auffallend so das man das Buch in die Hand nimmt und sich den Klappentext anschaut. Im Gegensatz zu meinen anderen Festas ist es mal ein weißes Cover, das sich allerdings auch sehr gut im Regal macht. Der Bohrer im Schädel zeigt eine von Jeffrey Dahmer Foltermethoden die er damals bei seinen Opfern angewandt hat.

Bewertung

Mein erste Lee mit einer Co-Autorin zusammen. Was man von Lee normalerweise erwartet, sprich Ekel-Horror, viel Sex und noch mehr Gewalt findet man in diesem Roman nicht wieder. Statt dessen erwartet den Leder eine Crime-/Thriller-Story um den nicht fiktiven Serienkiller Jeffrey Dahmer der zwischen 1978 und 1991 in den USA sein Unwesen trieb und 17 kannibalistische Morde verübte. Der Hintergrund der Story ist gut recherchiert, man merkt das sich das Autorenduo mit dem Stoff beschäftigt hat und weiß wovon es schreibt.
Der Hauptcharakter, Helen Closs, ist eine Polizistin die innerlich kaputt ist. Sie kann keine Beziehung aufrecht erhalten, weil sie immer irgendwelche Dinge vermutet die so nicht sind. Sie ist psychotisch und besessen und sucht, natürlich, auch einen Psychiater auf der ihr weiterhelfen soll bei ihren Problemen. Sie ist mit dem Chef der Pathologie liiert, der ihr weiterhilft, steht aber auf Kriegsfuß mit einer weitern Mitarbeiterin derselben. Man kann viel in ihr Seelenleben schauen und liest was in ihr vorgeht und wie sie sich fühlt, was sie über die aktuellen Entwicklungen denkt. Teilweise nervt sie mich aber auch gewaltig wenn Sie sich mal wieder in Selbstmitleid verliert oder sich selbst analysiert und ihre wiederkehrenden Fehler eingesteht.
Die Story an sich gefällt mir sehr gut, detailliert schildern Lee & Steffen was während der Jagd auf Dahmer, oder seinen Nachfolger, passiert und wie dort alles zugeht. Der Gewaltgrad der Morde ist hoch, aber es wird immer nur kurz beschrieben was dort zu sehen ist. Closs wendet sich angewidert immer wieder ab, so dass das meiste im Kopf des Lesers passiert und zu sehen ist. Das ist man so von Lee nicht gewohnt. Die Aufklärung der ganzen Story ist gelungen, sehr detailreich in ihrer Beschreibung und löst quasi alle Fragen des Lesers auf wie es denn sein konnte was dort passiert.
Wenn ihr auf einen guten Thriller steht, und euch auf eine andere Art von Lee einlassen möchtet, kann ich euch den Roman nur empfehlen. Es ist halt nicht das, was man von Lee erwartet wenn man einen Lee in Händen hat.

Fazit: Ein unkonventioneller Lee mit Co-Autorin, trotzdem lesenswert.

Bewertung: 
Bewertung:
Das Buch bekommt ihr bei Festa, online und natürlich direkt in eurer Buchhandlung.

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